Vorsicht mit Fernwärme

Prüfung der Ferwärmeanschlussleistungen

Beim Anschluss eines Hauses ans Fernwärmenetz wird der Energiebedarf von vielen Anbietern - vermutlich mit Absicht - zu hoch eingeschätzt. Die Folge: eine zu hohe Grundgebühr.

Bei etwa jedem zweiten Mehrfamilienhaus in Deutschland, das ans Fernwärmenetz angeschlossen ist, lassen sich daher die Heizkosten um 15 Prozent senken - ganz ohne Investitionen. Nötig istlediglich eine Anpassung der Fernwärmeanschlussleistung. Erfahrungsgemäß wird die Fernwärme für Einfamilienhäuser mit 18 kWh geschickt, obwohl für diese12 bzw.15 kWh Leistung völlig ausreicht. Der Kunde muss nur die die Reduzierung des Ansschlusswertes beantragen, wovon die Fernwärmefirmen natürlich abraten.

Entgegen der Behauptung von E.ON ist die Fernwärme weder ein preiswertes noch ein umweltfreundliches Produkt.

Wir würden auf keinen Fall empfehlen, Ihr Haus zur Fernwärme anzuschließen, wenn Sie eine andere Alternative haben.

Sind Sie klimaschutzbewusst und verbrauchen wenig Energie, werden Sie dafür erheblich bestraft, indem Sie für jede Kilowattstunde zwischen 12 bis 16 Cent zahlen, während für Gas 6 bis 8 Cent gezahlt werden.

Bei einem Anschlusswert von 21 kWh und Volumenstrom von 0,328 kWh zahlt der Verbraucher 1013.- Euro brutto Grundgebühr im Jahr, und das auch wenn er nie geheizt oder Warmwasser benutzt hat!

Aus der Presse: EON Kraftwerk Datteln kommt 9 Jahre zu spät!

“Es ist eine der teuersten Industrieruinen in Deutschland:das Steinkohlekraftwerk Datteln.178 Meter ragt der Kühlturm in den Himmel, dieTurbine misst im Durchmesser mehr als vier Meter. Seit 2007 wird gebaut. Frühestens im Sommer 2020 könne das Kraftwerk in Betrieb gehen.”

“Bizarr: Während alle vom Kohleausstieg reden, wird Datteln loslegen. Die Dimensionen sind gewaltig: Jeden Tag sollen hier 8000 Tonnen Steinkohle verfeuert werden. Das entspricht der Ladung von zwei großen Binnenschiffen, die hier täglich anlegen.

Unipers (EON) Kohle kommt vor allem aus Südafrika, Russland, Kolumbien und wird über Rotterdam importiert. "Lieferungen aus Deutschland sind zu teuer und enden ja auch 2018", rechtfertigt sich der Konzern.

Bislang sind 1,2 Milliarden Euro in diese Ruine geflossen, die wir als Verbraucher in den nächsten Jahren zu spüren bekommen werden. Würden die Fernwärmeanschlussleistungenangemessen ermittelt werden, wäre der rechtswidrige Bau dieser Drecksleuder in Datteln, der mit Hilfe der Politik nachträglich legalisiert wurde, völlig überflüssig gewesen.

Es ist eine schallende Ohrfeige für unsere Demokratie und für unsere Politiker, dass die Konzerne über die Politik die Gesetze aushebeln können, im Hinblick auf die von der Politik gesteckten Klimaziele.


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